Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom

In der Medizin wird ein Syndrom als Komplex von Symptomen (Funktionsstörungen und Beschwerden) beschrieben. Wie jeder Tunnel besteht auch der Karpaltunnel aus vier Wände. Dieser Tunnel befindet sich handflächenseitig im Bereich des Handgelenkes. von den Handwurzelknochen werden drei Wände gebildet. Das Tunneldach besteht aus einem kräftigen Band. Die Beugesehnen der fünf Finger und der Medianusnerv verlaufen durch den Tunnel.

Im Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger vermittelt der Nerv das Gefühl (Tastsinn, Schmerz, Temperatur) und gibt wichtige Impulse für die Muskelfunktion des Daumens, Zeige- und Mittelfingers.

Der Medianusnerv ist beim beim Karpaltunnelsyndrom im Tunnel eingeengt und verursacht Funktionsstörungen und Schmerzen in den zuvor genannten Fingern.

Schmerzen

Typischerweise treten Schmerzen nachts auf, wenn durch die Bettwärme die Schleimhaut und die Strukturen im Tunnel selbst anschwellen und die Enge noch verstärkt wird.

Ursachen sind teils anlagebedingt, durch genetische Faktoren, durch Stoffwechselveränderungen (z. B. Schwangerschaft) oder Überlastung (z. B. bei Arbeiten mit Pressluftwerkzeugen).

Eine operative Spaltung des Bandes verschafft Abhilfe, das den Karpaltunnel nach oben abschließt. Zwischen Daumen- und Kleinfingerballen wird durch einen kurzen Hautschnitt das Band der Länge nach durchtrennt, danach vergewissert sich der Operateur über den freien Lauf des Medianusnerven, und verschließt die Wunde mit wenigen Stichen.

Die Operation wird ambulant durchgeführt und dauert nur sehr selten länger als 10 Minuten.

Navigation