Morbus Dupuytren

Morbus Dupuytren

Fühlen, greifen, halten, gestalten, streicheln – wie viele Funktionen unsere Hände tatsächlich beherrschen, wird häufig erst wahrgenommen, wenn, z.B. nach einer Verletzung, auch nur ein einzelner Finger nicht mehr richtig eingesetzt werden kann. 27 Knochen, 23 lange Sehnen, 33 Muskeln und 3 Hauptnervenstränge mit vielen kleinen Seitenästen sorgen im perfekten Zusammenspiel für einen reibungslosen Einsatz der Hand.  Im Folgenden werden einige häufige Störungen und deren operative Behebung beschrieben.

Dupuytren (1777 bis 1835) war französischer Chirurg und Anatom und beschrieb als erster bereits 1832 die operative Behandlung der Beugeversteifung der Finger. Die auslösende Ursache konnte bis heute nicht sicher festgestellt werden.

Bei der häufiger bei Männern auftretenden Erkrankung kommt es zur Bildung von Knoten und Strängen in der Hohlhand. Die Erkrankung tritt schubweise auf und betrifft meistens den Ringfinger und kleinen Finger. Durch Zug des festen Bindegewebes in der Hohlhand entstehen im Laufe von Jahren so genannte Kontrakturen, bei denen es nicht mehr möglich ist, die Finger zu strecken. Während Schmerzen seltener ein Problem sind, wird die Funktion der Hand mehr und mehr eingeschränkt. Den Entschluss zur Operation treffen viele Patienten in der kälteren Jahreszeit, wenn das Anziehen von Handschuhen wegen der fixierten Beugestellung der Finger zur Qual wird.

Operative Behandlung der Beugeversteifung

Während der Operation, die ambulant unter Vollnarkose ausgeführt wird, werden die verhärteten Knoten und Stränge vorsichtig aus der Hohlhand heraus präpariert. Bis die Hand wieder voll eingesetzt werden kann, vergehen in der Regel einige Wochen.

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